Ahnenlicht · Die Werkstatt
In dreizehn Wochen machst du aus deinem Material ein Buch, das man weitergeben kann. Mit meiner Vorlage, meinem Belegraster und fünf anderen, die dasselbe vorhaben. Ich bin an sechs Abenden dabei.
1.12.2026
Start
6
Plätze
13
Wochen
Du hast etwas in der Hand. Ein Stammbuch, ein paar Alben, Urkunden, einen Ordner. Oder du hast Menschen, die noch da sind und die du fragen kannst. Und du willst daraus etwas machen, das man weitergeben kann. Ein Buch, nicht eine Excel-Liste.
In der Werkstatt machst du das selbst. Ich bin an sechs Abenden dabei, lese deinen Text und bin da, wenn du über Weihnachten etwas findest, das dich beschäftigt.
Dreizehn Wochen, sechs Dienstagabende von 19.30 bis 21 Uhr. Dazwischen arbeitest du an deinem eigenen Material, etwa zwei Stunden pro Woche.
Di, 1. Dezember
Wir schauen gemeinsam auf das, was du mitbringst, und finden die Geschichte, die dein Buch erzählt. Nicht der ganze Stammbaum. Eine Linie, ein Mensch, ein Bogen. Du gehst mit einem Satz nach Hause, der deine Geschichte in einer Zeile zusammenfasst.
Di, 15. Dezember
Du legst dein Material in belegt, gedeutet, unbekannt. Für jede Lücke schauen wir, wer sie füllen kann: die Tante, das Standesamt, das Kirchenbuch online. Daraus entsteht deine Fragenliste für die Feiertage, mit Namen, Fragen und dem, was die Person mitbringen soll.
Feiertage
Keine Termine. Das ist der eine Moment im Jahr, an dem die Menschen am Tisch sitzen, die man fragen muss. Du bekommst von mir den Befragungsbogen, damit du weißt, was du fragst und wie du es festhältst.
Di, 12. Januar
Was hat Weihnachten gebracht, was bleibt offen. Für das, was offen bleibt, zeige ich dir, wo du nachfragen kannst: welches Archiv, welches Standesamt, welche Datenbank, und wie du die Anfrage schreibst, damit sie beantwortet wird.
Januar, Woche 3
20 Minuten, nur wir zwei. Wir schauen auf das, was Weihnachten gebracht hat, und legen fest, womit deine Geschichte anfängt und wo sie endet. Danach weißt du, was du am 26. schreibst.
Di, 26. Januar
Ich zeige dir, wie eine Geschichte gebaut ist: Jedes Kapitel öffnet an einem Gegenstand, einem Foto, einer Urkunde, und folgt dann fünf Schritten, die immer gleich sind. Den ersten Absatz schreiben wir gemeinsam im Termin. Danach schreibst du weiter, mit der Struktur in der Hand.
Di, 16. Februar
Vorher schickst du mir deinen Text, ich lese ihn und du bekommst meine Anmerkungen schriftlich zurück. Am Abend füllen wir die Vorlage: Text, Fotos, Belegmarker. Du arbeitest in Canva oder PowerPoint, wie es dir liegt.
Di, 2. März
Jede liest die erste Seite ihrer Geschichte vor. Sechs Geschichten, sechs Familien, ein Abend. Die Druckdaten habe ich vorher geprüft, danach bestellst du dein Buch.
Zwischen den Abenden bekommst du eine Mail mit der einen Aufgabe bis zum nächsten Mal. Wenn du hängst, schreibst du mir.
Dein Buch als druckfertige Datei, 30 bis 50 Seiten, in der Ahnenlicht-Vorlage. Darin die eine Geschichte, die dein Material trägt, und bei jeder Aussage siehst du, was sie ist: belegt, gedeutet, unbekannt. Drucken lässt du es, wo und wann du willst, ich zeige dir, wie.

Du brauchst keine Vorerfahrung. Du musst auch nicht schreiben können. Die Vorlage gibt die Form vor, und ich stelle dir die Fragen, aus denen deine Geschichte wird.
Du brauchst Material oder Menschen zum Fragen, und zwei Stunden pro Woche. Vor dem ersten Abend bekommst du eine Liste, was du zusammensuchst: Stammbuch, Fotos, Urkunden, Dateien aus alten Programmen, und die Namen der Menschen, die du über die Feiertage fragen kannst.
Kein Recherchekurs. Wir recherchieren so weit, wie deine eine Geschichte es braucht, nicht bis ins 17. Jahrhundert. Wenn du nach der Werkstatt merkst, dass die zweite Linie tiefer in die Archive muss, gibt es dafür das Erbstück.
390 Euro, Endpreis inkl. 19 % MwSt. Das ist der Preis für die erste Runde. Danach kostet die Werkstatt 690 Euro. Der Druck deines Buchs kommt dazu, den bestellst du selbst.
Wenn du nach dem ersten Abend merkst, dass es nicht passt, bekommst du dein Geld zurück.
Sechs Plätze. Du kannst direkt buchen, oder wir sprechen vorher 20 Minuten darüber, ob die Werkstatt zu deinem Material passt.
Mit der Buchung gelten die Teilnahmebedingungen, dort steht auch das Widerrufsrecht.

Zwei Großmütter, zwei Fluchten, Hamburg und Breslau. Ich habe zu spät gefragt und trotzdem mehr gefunden, als ich je wusste. Aus zwei Kisten und drei Alben ist ein Buch geworden, und daraus Ahnenlicht.
In der Werkstatt gebe ich weiter, was ich dabei gelernt habe: wie man aus losen Funden eine Geschichte baut, wo man nachfragt, wenn etwas fehlt, und wie man die Lücken stehen lässt, ohne sie zu erfinden. Ich lese alte deutsche Handschrift, arbeite mit Archiven und Standesämtern, und ich habe lange genug Teams geführt, um sechs Menschen an einem Abend zusammenzuhalten.
Christine Buckenmaier, München